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Hinterland 20-Jähriger bleibt führerscheinlos
Landkreis Hinterland 20-Jähriger bleibt führerscheinlos
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20:49 27.12.2011

Biedenkopf. Vor dem Amtsgericht Biedenkopf warf Nicole Milde dem 20-jährigen Angeklagten vor, dieses Vergehen am 19. Juni gegen 2.30 Uhr auf einer Fahrt von Bad Endbach nach Günterod  begangen zu haben.

Gegenüber Richter Mirko Schulte erzählte der Angeklagte von einer Feier bei einer Freundin mit reichlichem Alkoholgenuss. Er habe im Verlauf des Abends seinen Freund angerufen, damit dieser mit dem Taxi nach Günterod kommen solle. Als dieser nicht eintraf, sei er auf die Schnapsidee gekommen, mit dem Auto der Freundin nach Endbach zu fahren, um diesen abzuholen. Den Freund habe er jedoch nicht angetroffen. Auf den Weg nach Günterod sei ihm ein Taxi aufgefallen, das ziemlich dicht von hinten und mit Warnblinker an ihn herangefahren und hinter ihm stehen geblieben sei. Dann sei die Tür aufgegangen und er sei aus dem Wagen gerissen worden.

Ob es dabei zu einem Unfall kam, wollte Schulte wissen. Das Auto sei zurückgerollt, als er aus dem Auto herausgezerrt wurde, erklärte der Angeklagte. Der Schaden sei schon beglichen.

Der Anwalt des jungen Mannes gab an, dass dieser mit seiner Mutter und deren Lebensgefährten zusammen wohne, einen Arbeitsplatz und damit eine Einstellung in Aussicht habe. Es bestünden keine Bedenken, eine Geldstrafe nach Erwachsenenstrafrecht zu verhängen. Schulte verlas die vier Vorstrafen und hielt dem 20-Jährigen vor, sich ständig auf der Seite der Täter zu bewegen.

Die Staatsanwältin beantragte für das Fahren ohne Fahrerlaubnis unter Alkoholeinfluss eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 10 Euro und eine Sperre für das Ausstellen einer Fahrerlaubnis von 10 Monaten, um dem jungen Mann die Chance zu geben, möglichst bald eine Fahrerlaubnis zu erwerben.

Schulte verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 12 Euro und einer Führerscheinsperre von acht Monaten und riet dem jungen Mann dringend, sein Alkoholproblem mit professioneller Hilfe zu bewältigen. Bei vier Vorstrafen sei dies seine letzte Chance. 

von Helga Peter