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Hinterland 136 Minuten komprimierter Wahnsinn
Landkreis Hinterland 136 Minuten komprimierter Wahnsinn
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17:59 27.11.2013
Von Hartmut Berge
Ab jetzt erhältlich: Der Film über den Buchenauer Grenzgang 2013. Quelle: Benedikt Bernshausen
Buchenau

Mit der symbolischen Beisetzung eines Grenzsteines endete das Buchenauer Heimatfest vor rund vier Monaten. Doch am Donnerstag kehrte das besondere Fieber für mehr als zwei Stunden zurück. Der Film weckt die Erinnerungen an die besondere Atmosphäre des Grenzgangs, erzählt von knallenden Peitschen, geschwärzte Wangen, ausgelassener Stimmung auf Frühstücksplätzen und im Festzelt sowie dem bunten Umzug mit vielen Wagen und Kapellen.

Immer wieder liegt dabei der Fokus der Kamera auf einzelnen Grenzgängern - und nicht selten sorgen gerade diese Szenen beim Publikum für Erheiterung. „Ich hatte hier und da Gänsehaut“, gesteht Bürgeroberst Dieter Veit nach der Vorführung und Dirk Immel findet: „Schön ist er, wirklich gut gelungen!“

Insgesamt 136 Minuten Grenzgang haben die Marburger Filmemacher in vier Kapiteln auf die kleinen Silberscheiben gepresst - beginnend mit der letzten Sitzung des Komitees vor dem Fest bis zu seinem emotionalen Ende. „Das ist der komprimierte Wahnsinn!“, betont Dieter Geßner, der den langen Festzug, den er damals mitanführte, zum ersten Mal auf der Leinwand anschauen konnte.

Zwar hätten sich einige mehr Szenen aus dem Festzelt und über das Bühnenspiel der Kapellen gewünscht. Doch kann der Film eben auch nur die kurze Zusammenfassung eines an Höhepunkten reichen Grenzganges sein. „Es ist schwer alles Gute unterzubringen. Schön ist aber, dass wenigstens alle Gruppen des Festzuges zu sehen sind“, bekräftigt Dirk Immel.

Wenigstens mit zwei Kameras waren die Filmemacher im Lahndorf unterwegs, sammelten dabei rund zehn Stunden Bildmaterial. Ende August, nach etwa vierwöchigen Schneidearbeiten, vollendete die Produktionsfirma das Werk.

Schon seit 1957 lassen die Buchenauer ihr Heimatfest in laufenden Bildern und Ton festhalten. Der aktuelle Film ist damit der achte einer Reihe, die besonders vor einem Grenzgang immer wieder hervorgeholt wird. Während die Erinnerungen an den Grenzgang 2013 noch frisch sind, freut sich ein schmunzelnder Frank Heerdegen schon auf die Zukunft: „Richtig interessant wird sein, den Film in ein paar Jahren wieder anzuschauen!“ Spätestens 2020.

von Benedikt Bernshausen

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