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120-Betten-Hotel soll Therme ergänzen

Bad Endbach 120-Betten-Hotel soll Therme ergänzen

100 - 100 - 120: Diese Zahlenkombination steht für die Ziele des Gewerbevereins Bad Endbach. Dazu gehören 100 Aussteller bei der Gewerbeschau 2013, 100 Mitgliedsbetriebe in 3 Jahren und ein 120-Betten-Hotel.

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Gewerbevereinsvorsitzender Gerolf Happel (Mitte) überreicht Walter Müller (von links), Marianne Seitz, Helmut Burk und Rolf Koch die Urkunden zur Ehrenmitgliedschaft.

Quelle: Michael Tietz

Bad Endbach. Vielversprechend ist aus Sicht der Bad Endbacher Gewerbetreibenden die Entwicklung der Lahn-Dill-Bergland-Therme. „Der Betrieb hat sich sehr positiv verändert, die Besucherzahlen konnten im Vergleich zum Vorjahr spürbar gesteigert werden“, erklärte der Vorsitzende Gerof Happel. Dies sei sehr erfreulich und nicht zuletzt Lohn und Verdienst für ein gutes Angebot und einen guten Service, für den das Thermenteam unter der Leitung von Anke Jochem stehe. Das Konzept der Therme sei bis auf wenige kleine Abweichungen voll auf die Bedürfnisse des Ortes abgestimmt.

„Der Gewerbeverein erwartet aber noch kleine Änderungen, die wir mit der Thermen-Leiterin und dem Bürgermeister in Kürze besprechen werden“, sagte Happel. Details verriet er allerdings noch nicht. Für ihn und den Gewerbeverein steht allerdings fest: Die Therme wird in Zukunft für eine spürbare Steigerung des Umsatzes und der Übernachtungszahlen in Bad Endbach und der Region sorgen.

Dazu beitragen könnte auch ein 120-Betten-Hotel direkt neben der Therme. Allerdings müsste die Gemeinde dafür noch den geeigneten Investor finden. „Wir haben unsere Fühler dazu ausgefahren. Dies wird keine Vision sein, die sich nicht realisieren lässt“, zeigte sich Happel optimistisch.

Mit der Therme sei der erste Schritt getan, nun müsse mit der Errichtung eines Hotels folgerichtig der zweite folgen. „Wir brauchen das Hotel zur Weiterentwicklung des Tourismus in Bad Endbach“, erklärte Happel gegenüber der OP. Die klassischen Kurgäste, wie in den 1960er/70er Jahren, von denen die Gemeinde jahrzehntelang profitiert habe, kämen nicht mehr nach Bad Endbach. Die Übernachtungszahlen der Kurgäste seien rückläufig. Deshalb müsse man vorangehen und sich neue Ziele setzen. Der Wandertourismus müsse angekurbelt und das Bettenangebot in der Hinterlandkommune verbessert werden, erklärte Happel. Bisher sei der Hotelbau zwar nur eine Vision, aber „wir arbeiten daran“.

Ein Beleg für die Attraktivität und Leistungsstärke des Gewerbevereins Bad Endbach ist laut dem Vorsitzenden Gerof Happel die positive Entwicklung der Mitgliederzahl. Die kletterte im vergangenen Jahr um sechs auf nunmehr 82. „Die magische Zahl von 100 Mitgliedsbetrieben streben wir an“, sagte der Vorsitzende. Bereits in zwei bis drei Jahren könnte dieses Ziel erreicht werden.

Von einem „aktiven und erfolgreichen Geschäftsjahr 2011“ berichtete Happel weiter. Er erinnerte an die große Jubiläumsfeier, die die Geschäftsleute zusammen mit der Gemeinde und dem Kneipp-Verein ausgerichtet hatten. Drei Anlässe gab es dafür: 25 Jahre Gewerbeverein, 40 Jahre Kneipp-Heilbad und 60 Jahre Kneipp-Verein. „Für alle Beteiligten ein großer Erfolg und für die Gemeinde eine gute Werbung“, resümierte Happel zufrieden.

Als weiteren Höhepunkt bezeichnete er die zehnte Gewerbeschau - mit mehr als 70 Ausstellern und geschätzten 9.000 Besuchern die bisher größte in Bad Endbach. Für die Neuauflage im kommenden Jahr soll es einige Änderungen geben. Angedacht ist, die kleine Halle des KSF-Zentrums für eine Gesundheits- und Touristikmesse zu nutzen. Das Café soll aus der großen Halle verschwinden und auf die Empore verlegt werden. Außerdem wollen die Organisatoren einen Moderator verpflichten, der während der gesamten Veranstaltung die Besucher mit Informationen rund um die Schau versorgt.

„Das Rahmenprogramm wollen wir ebenfalls noch attraktiver gestalten“, kündigte Happel an und gab sogleich das Ziel aus, „annähernd 100 Aussteller“ für die nächste Gewerbeschau gewinnen zu wollen. Diese Zahl sei durchaus realistisch, hätten sich doch von Mal zu Mal mehr Mitwirkende für die Leistungsschau angemeldet. Als sehr erfreulich bewertete der Vorsitzende die Unterstützung der Sportvereine aus Bad Endbach und Hartenrod.

von Michael Tietz und Silke Pfeifer-Sternke

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