Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
11 Millionen Euro auf den Punkt gebracht

Lahn-Dill-Bergland-Therme 11 Millionen Euro auf den Punkt gebracht

Wellness und Entspannung stehen in der Lahn-Dill-Bergland-Therme im Vordergrund.

Voriger Artikel
Attraktives Programm auf der grünen Wiese
Nächster Artikel
Lahn-Dill-Bergland-Therme ist seit Samstag eröffnet

Am Donnerstag und Freitag arbeiteten die Handwerker in der Lahn-Dill-Bergland-Therme. Den Badegästen steht ab Sonntag unter anderem das Kommunikationsbecken zur Verfügung.

Quelle: Fain

Bad Endbach. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit weihen rund 200 geladene Gäste am Samstag die Lahn-Dill-Bergland-Therme mit einem Festakt ein. Erster öffentlicher Badetag ist der folgende Sonntag, 4. Oktober, an dem ab 8 Uhr die Türen für die Nutzer offen stehen.

Mit der Therme verfolgt die Gemeinde eine neue Philosophie, die nichts mehr mit der des alten Bewegungsbades zu tun hat. Statt Bewegung und sportlicher Ertüchtigung steht nun Genuss und Erlebnis im Mittelpunkt, was sich besonders in der 2.500 Quadratmeter großen Saunalandschaft ausdrückt. Fünf Themen-Saunen mit Temperaturen zwischen 65 und 95 Grad warten auf die Gäste, die auch ein eigenes Außenbecken sowie zahlreiche Ruhemöglichkeiten nutzen können. Ein beleuchteter Kneipp-Fußpfad erzeugt in der Freizone in der dunklen Jahreszeit eine besondere Atmosphäre.

Die Saunalandschaft kann sowohl in Kombination, als auch getrennt vom Thermenangebot genutzt werden. Herzstück der Therme ist das Kommunikationsbecken, in dem gegenseitiger Austausch und Entspannung an Massagedüsen, Nackensprudlern oder Sprudelliegen im Mittelpunkt stehen.

Darüber hinaus gibt es ein Heilwasserbecken, ein Sprudelbecken sowie ein Kneipp-Fußbecken und ein Dampfbad. Die Temperatur des aus 950 Metern Tiefe kommenden Heilwassers beträgt 32 Grad. Im Freien stehen für sportliche Betätigungen ein Ganzjahresbecken mit 25 Grad Wassertemperatur und ein Warmwasserbecken (30 Grad) bereit.

Die gesamte Wasserfläche beträgt 500 Quadratmeter. Das obere Stockwerk beherbergt einen rund 600 Quadratmeter großen Wellness-, Fitness- und Therapiebereich.

Bis zur Eröffnung des 11-Millionen-Euro-Projekts, dessen kalkulierte Kosten laut Bürgermeister Markus Schäfer eingehalten werden, war es ein langer Weg für die Gemeinde, deren Ortsschild seit dem 11. Oktober 1973 den Namen „Bad Endbach“ zeigt. Bohrungen in mehr als 900 Metern Tiefe hatten im Jahr 2002 Thermal- und Heilwasser zu Tage befördert. Damals rechnete Bürgermeister Jochen Becker für den Bau einer Therme mit angeschlossenen Hotel mit 20 bis 30 Millionen Euro.

Ende 2005 gab der Gemeindevorstand bei der Kristallbäder-Gruppe eine Machbarkeitsstudie für eine Therme in Auftrag. Bei dem Termin präsentierte Heinz Steinhart auch gleich einen ersten Entwurf mit folgenden Eckdaten: Je drei Millionen Euro tragen Gemeinde und Investor, 60 Prozent kommen vom Land und die Eröffnung sollte bereits 2006 sein. Anfang 2006 fasste das Parlament einen Grundsatzbeschluss zum Bau einer Therme für 10 Millionen Euro und machte den Weg für Zuschussanträge frei.

Doch das Land Hessen von einem Zuschuss von 4 Millionen Euro zu überzeugen, erwies sich als schwierig. Zudem kam die Gemeinde in eine Zwangslage, da zum Erhalt des alten Bewegungsbades mindestens zwei Millionen Euro investiert werden mussten. Im September 2006 teilte die Landesregierung mit, das Bauvorhaben nach der Machbarkeitsstudie der Kristallbäder-Gruppe in den kommenden drei Jahren mit mehr als vier Millionen Euro zu unterstützen.

Doch dann zog sich die Kristallbäder-Gruppe zurück, weil es unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der zu leistenden Sicherheiten gab. Die Gemeinde machte sich nun daran, einen geeigneten Planer zu finden. Im Juli 2007 nahm Bürgermeister Markus Schäfer den Bewilligungsbescheid entgegen, Mitte September setzte die Gemeinde die Fritz Planung GmbH als Generalplaner ein.

Anfang November 2008 fiel im Gemeindeparlament die Entscheidung, das alte Bewegungsbad abzureißen, am 27. November wurde schließlich der Grundstein für die nun 11 Millionen Euro kostende Lahn-Dill-Bergland-Therme gelegt. Der damals vorgesehene Eröffnungstermin war der 3. Oktober 2009. Im Mai 2009 setzte der Gemeindevorstand die 46-jährige Doris Räuber zum 1. Juli als Leiterin der Therme ein. Ende August segneten die Gemeindevertreter die Preise für die Nutzung der Therme ab.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Therme

Beide Anlagen im südlichen Hinterland liegen im Besucher-Soll.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr