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Hinterland 100 Freiwillige arbeiten im Stadtwald
Landkreis Hinterland 100 Freiwillige arbeiten im Stadtwald
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20:32 02.04.2012
„Dort müssen noch Äste weg“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Biedenkopfer Grenzgangsvereins, Dr. Manfred Bäcker (rechts), beim Arbeitseinsatz. Quelle: Sophie Cyriax
Biedenkopf

Bereits in den vergangenen Monaten waren Mitarbeiter von „Hessen Forst“, Biedenkopfer Privatleute und Grenzgänger damit beschäftigt, den Wald von den Spuren des Orkans „Kyrill“ zu befreien. Am Samstag waren Burschenschaften und Männergesellschaften  dem Aufruf des Grenzgangskomitees zum gemeinsamen Arbeitseinsatz gefolgt, um Abschnitte der Grenze für das im August anstehende Heimatfest zu präparieren. Bei dem Arbeitseinsatz sollten Mitglieder von Burschenschaften und Männergesellschaften die letzten Anzeichen der Verwüstung durch den Orkan beseitigen, indem die Wege beispielsweise von Windbruch zu befreien waren. Außerdem sollte der Grenzabschnitt zwischen dem Frühstücksplatz „Am gespaltenen Stein“ und dem „Gonzhäuser Feld“ freigeräumt und begehbar gemacht werden.

Für die Arbeiten hatte das Grenzgangskomitee pro Burschenschaft und Männergesellschaft mindestens fünf Freiwillige angefordert. Zu dem gemeinsamen Großeinsatz erschienen dann rund 100 Burschen und Männer.  „Das ist einfach super“, sagte Komitee-Mitglied Uwe Funk beim Treffpunkt auf dem Waldplatz „Röhrs Gründchen“. Die große Resonanz auf den Aufruf zeige deutlich, „dass der Grenzgang schon jetzt die Menschen bewegt.“  Funk lobte die Freiwilligen für ihren Einsatz und betonte: „Man spürt, dass euch der Grenzgang am Herzen liegt.“ Das Komitee hatte im Vorfeld fünf Arbeitsabschnitte gebildet, auf die die Burschen und Männer aufgeteilt wurden.

Mit Traktoren und Geländewagen machten sich die Freiwilligen auf den Weg in den Wald, ausgerüstet mit dem eigenen Werkzeug. Zum Einsatz kamen unter anderem Astscheren sowie Hand- und Motorsägen. Das Biedenkopfer Bauunternehmen Scheld hatte einen Bagger zur Verfügung gestellt, der dort zum Einsatz kam, wo der Orkan „Kyrill“ starke Verwüstungen hinterlassen hatte. Bei ihrer Arbeit ließen sich die Biedenkopfer Grenzgänger auch von widrigen Umständen nicht abhalten. So meldeten drei Freiwillige bei ihrer Rückkehr auf den Sammelplatz, dass sie ihre Autos „plattgefahren“ haben.

Trotz allem ging das große Aufräumen im Wald so zügig voran, dass die Gruppen früher als geplant zurück zum Treffpunkt am „Röhrs Gründchen“ kamen. Dort drehten sich die Gespräche um den nahenden Grenzgang – und um mögliche Bewerber für die exponierten Ämter des Grenzgangsfestes.

von Sophie Cyriax