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Forschung Marburg Schon 300 Beratungsfälle sind dokumentiert
Landkreis Forschung Marburg Schon 300 Beratungsfälle sind dokumentiert
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08:49 13.06.2014
Koordinieren die hessenweite Beratung bei rechtsextremistisch motivierten Konflikten (von links): Rainer Becker, Katharina Seyfferth, Professor Benno Hafeneger und Tina Dürr. Foto: Till Conrad Quelle: Till Conrad
Marburg

Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Vorkommnisse mit einem rechtsextremen, antisemitischen, rassistischen oder menschenfeindlichen Hintergrund zum Alltag in vielen deutschen Kommunen gehören. Und vielerorts sind die Menschen verunsichert oder reagieren auf solche Situationen hilflos.

Seit 2007 gibt es deswegen das Beratungsnetzwerk Hessen, seit 2011 ist die Beratungsstelle beim Fachbereich Erziehungswissenschaften angesiedelt. Sie steuert die Beratungsprozesse, dokumentiert sie und wertet sie aus - ist also auch die wissenschaftliche Begleitung einer als notwendig erkannten Beratung in einem sensiblen gesellschaftlichen Konfliktfeld.

Weit über 300 Beratungsfälle sind inzwischen dokumentiert, berichtet Hafeneger. „Der Beratungsbedarf in Kommunen, Schulen und aus Vereinen ist riesengroß“, ergänzt der Erziehungswissenschaftler. Die Beratung hat das Ziel, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern und Konzeptionen, Strukturen und Handlungsstrategien gemeinsam zu entwickeln.

Dem Beratungsnetzwerk Hessen gehören eine Vielzahl staatlicher und nicht-staatlicher Organisationen an. Die Beratung leisten die Mobilen Interventions­teams, die von Marburg aus koordiniert werden.

von Till Conrad

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