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Landkreis Ein Abend mit einer klaren Siegerin
Landkreis Ein Abend mit einer klaren Siegerin
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00:38 23.09.2013
Landrat Robert Fischbach (CDU) gratuliert Nachfolgerin Kirsten Fründt (SPD). Trauriger Trend für Marian Zachow (CDU) – von Anfang an lag er deutlich hinter seiner Konkurrentin. Grund zur Freude: Angelika Löber (SPD) gewann den Wahlkreis 12 mit 216 Stimmen Vorsprung vor Dr. Thomas Schäfer (CDU).Fotos: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
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Marburg

Marburg. „Hier ist jeder mit sich beschäftigt“, sagt der amtierende Landrat Robert Fischbach (CDU) über die Stimmung auf der OP-Wahlparty am Sonntagabend im Kreistagssitzungssaal. Den ganzen Abend über herrscht reger Betrieb. Kandidaten kommen und gehen und kommen wieder. Besucher ebenso. Es gibt Neuigkeiten im Minutentakt. Ergebnisse, die überraschen - und solche, die nicht zu überraschen scheinen. Manchmal fällt es schwer, Gewinner und Verlierer auseinanderzuhalten - manchmal sind die Dinge aber auch klar: Applaus bei der ersten Prognose, die die Liberalen sowohl aus dem Land- als auch aus dem Bundestag ausscheiden sieht.

Der erste Erststimmen-Trend zur Bundestagswahl kommt. Dr. Stefan Heck liegt nach 16 Wahlbezirken klar vor Bartol, Dies dreht sich schon wenig später - nach 45 Wahlbezirken übernimmt Bartol die Führung vor Heck, die er noch ausbauen wird.

Zwischendurch ein Urschrei von Stephan Klenner (CDU): Die ARD sieht die absolute Mehrheit für die Union im Bundestag. Der Wechsel zwischen den Wasserstandsmeldungen von Landrats-, Landtags- und Bundestagswahl, die die OP auf großen Leinwänden präsentiert, geht schnell. Der erste Landrats-Trend nach elf Wahllokalen: Kirsten Fründt führt mit 58:42 Prozent gegen Marian Zachow (CDU). Sie wird ihren Vorsprung im Laufe des Abends noch ausbauen. Bei der Landratswahl hat die Dreifachwahl für eine Wahlbeteiligung gesorgt, die sich im Vergleich zum ersten Landratswahlgang vor zwei Wochen (rund 36 Prozent Wahlbeteiligung) fast verdoppelt hat.

Die Grünen haben ordentlich verloren im Bund. Bundestags-Kandidat Matthias Knoche sagt am OP-Mikrofon: „Es ist bitter für mich, dass ich wohl nicht über die Landesliste in den Bundestag einziehe.“

Bei den Kandidaten der Partei Die Linke herrscht Siegerstimmung. Jan Schalauske, der im Wahlkreis 13 für den Landtag kandidiert, erklärt: „Wenn es einen Politikwechsel in Hessen geben kann, sind wir die letzten, an denen es scheitern soll.“ Der hessische CDU-Finanziminister Dr. Thomas Schäfer, Direktkandidat im Wahlkreis 12, hält dagegen: „In Hessen wird am Schluss die Vernunft regieren. Die Linke wird nicht an der Regierung beteiligt sein.“ Jörg Behlen (FDP) lenkt den Blick weg von seiner Partei, hin zur Arbeit auf Kreisebene: Er rechnet mit einer neuen Kreiskoalition unter Kirsten Fründt. Der gescheiterte Grünen-Kandidat Dr. Karsten McGovern habe so viel Porzellan zerschlagen bei der SPD, dass mit seiner Abwahl und einer Koalitionsverabredung zwischen CDU und SPD zu rechnen sei.

Mit diesen Fragen ist die strahlende Gewinnerin Kirsten Fründt an diesem Abend noch nicht beschäftigt: „Erste Aufgabe für mich: Ich muss realisieren dass ich die Landrätin von Marburg-Biedenkopf bin. Das muss ich erstmal sacken lassen“, sagt sie und nimmt Blumen und Geschenke entgegen. Die ersten Fründt-Anhänger trafen, schon längst bevor sich das deutliche Siegerergebnis abzeichnete, mit gelben Rosen für die Kandidatin im Kreishaus ein.

Auch Marian Zachow muss das Ergebnis erst sacken lassen. „Das ist nicht leicht nach so langer Zeit Wahlkampf“, sagt er. Fründt gegenüber zeigt er sich als fairer Verlierer, der trotz der eigenen Niederlage herzlich zu gratulieren vermag.

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