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Landkreis löst schallharte Probleme

Gesamtschule Heskem Landkreis löst schallharte Probleme

Die Sonderinvestitionsmittel von 32,4 Millionen Euro machen es möglich: Der Landkreis erreicht derzeit viele bauliche 
Verbesserungen an den heimischen Schulen. Ein großes Thema ist dabei die Akustiksanierung.

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Die Fußball-WM ist vorüber, doch für Vuvuzelas gibt es noch immer Einsatzmöglichkeiten. Rainer Flohrschütz (links) und Torsten Schrodt, Fachbereich Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis, verdeutlichen durch Trötenlärm, wie stark der Schall im Forum der Gesamtschule Heskem ist.

Quelle: Thorsten Richter

Heskem . Im sogenannten Forum, einer großen Eingangs- und Pausenhalle an der Gesamtschule in Heskem, herrscht ein Höllenlärm – obwohl sich dort gerade nur wenige Menschen aufhalten und dabei nicht einmal besonders laut sind. Kommunikation ist unter diesen Bedingungen nur schwerlich möglich, man versteht kaum das Wort seines Gegenübers. Um das Problem, das in der Halle herrscht, noch zu verdeutlichen, hat der Fachbereich Schule und Gebäudemanagement beim Landkreis eine kleine Demonstration vorbereitet: Der Leiter Torsten Schrodt und Mitarbeiter Rainer Flohrschütz blasen in ihre Vuvuzelas – und das durchdringende Trötengeräusch hallt gleich mehrfach von den Wänden zurück.

„Dieser Raum wird vielfältig genutzt“, erklärt Schulleiter Lothar Potthoff. Er diene als Pausenraum, als Unterrichtsraum und werde auch für Vorführungen gebraucht. Um eine bessere Kommunikation zu ermöglichen, investiert der Landkreis an der Gesamtschule Hesken wie auch an anderen Schulen in Akustiksanierung. 52 Schulen aus dem Landkreis profitieren in dieser Weise vom Sonderinvestitionsprogramm und auch von den Mitteln, die der Landkreis aus dem eigenen Haushalt zur Verfügung stellt. Aktuell wird dadurch eine Gesamtfläche von 32 000 Quadratmetern akustisch saniert, das entspricht in etwa 500 Klassenräumen. An der Gesamtschule Heskem handelt es sich um eine Fläche von 1 450 Quadratmetern – Kostenpunkt: 80 000 Euro.

Was genau Akustiksanierung im Falle des Forums bedeutet, verdeutlichen der Liegenschaftsarchitekt Helmut Schmidt sowie der Akustikexperte Thomas Labusga. „Hier gibt es keine Vorhänge oder sonstige Materialien, die den Schall abfangen“, erklärt Labusga, „deshalb sprechen wir von einem schallharten Raum.“Um dieses Problem zu lösen, wollen die Männer unter anderem eine Akustikdecke einbauen.

Dabei werden Platten verwendet, die aus Mineralfasern oder Glasschaum bestehen. „Zwischen den Platten und der Decke bleibt ein Hohlraum bestehen“, erläutert Labusga und weist darauf hin, dass die verwendeten Materialien porös sind und dadurch den Schall absorbieren. Mit einer Deckensanierung allein wird das Problem im schallharten Forum jedoch nicht gelöst sein. Denn in der mehr als 500 Quadratmeter großen Halle entstehen durch die rechtwinkligen Wände sogenannte 
Flatterechos. Sie kommen zustande, weil das Schallsignal sich über die stark reflektierenden Wände ausbreitet.

Den Flatterechos sagen Architekt und Akustikfachmann den Kampf an, indem sie schrägstehende Wände aus schalldämpfendem Glasschaum einziehen. Verkleidet werden diese Wände mit Holz- oder Metallplatten, deren Flächen gelöchert sind. So bleibt die absorbierende Wirkung erhalten. Zwischen den neuen Wänden und der eigentlichen Wand entsteht Stauraum, den die Schule als Stuhllager nutzen kann.

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Dr. Karsten McGovern (Grüne) weist darauf hin, dass die Akustiksanierung ein wesentlicher Bestandteil der Lernumfeldverbesserung an den heimischen Schulen sei.

von Carina Becker

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Interview mit Dr. Karsten McGovern

Zum Auftakt ihrer Serie „Der Kreis macht Schule“ sprach die OP mit 
Schuldezernent Dr. 
Karsten McGovern über das Sonderinvestitionsprogramm und die 
Zukunft der heimischen Schulen.

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